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Schweinegrippe birgt hohes Pandemie-Risiko – dennoch kein Grund zur Panik

Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat aktuell die Warnstufe für ein Pandemie-Risiko durch die Schweinegrippe auf Stufe fünf erhöht. Dies bedeutet, dass die Verbreitung des neuen Virus von Mensch zu Mensch erfolgt und bislang in mehr als zwei Ländern nachgewiesen werden konnte. Insgesamt gibt es von der WHO sechs Pandemiestufen. Stufe sechs würde eine „Bedrohung durch eine Pandemie für die gesamte Menschheit darstellen“.


Derzeit gibt es aber noch kein Grund zur Panik. Die Zahl der Toten durch die Schweinegrippe wurde in Mexiko nach unten korrigiert, und auch in anderen Ländern ist die Krankheit bislang eher mild verlaufen. Alle Erkrankten hatten sich nach der Einnahme antiviraler Mittel wieder gut erholt. Das Antigrippe-Mittel Tamiflu scheint sehr gut anzuschlagen, sofern es innerhalb der ersten 48 Stunden nach Auftreten der ersten Symptome eingenommen wird. Der Krankheitsverlauf ist dann wesentlich leichter, der Erkrankte erholt sich deutlich schneller.


Die Schweinegrippe ist der normalen Influenza sehr ähnlich. Typische Symptome sind Abgeschlagenheit, Fieber und weitere Erkältungsbeschwerden.


Die Experten raten dazu, nicht in Panik zu verfallen. Eine vorbeugende Behandlung mit Tamiflu und anderen Grippemitteln sei unsinnig, sie bekämpfen nur die Krankheit, die bereits ausgebrochen ist. Eine weitreichende Folge von nicht notwendiger Grippemittel-Einnahme zur Vorbeugung der Schweinegrippe sei die Resistenz der Viren gegen die Medikamente. Besonders gewarnt wird vor der Bestellung von Grippemitteln über dubiose Anbieter im Internet. Häufig seien hier Fälschungen unterwegs, bei denen unerwartete und schwere Nebenwirkungen auftreten können.


Übertragen wird die Schweinegrippe durch Tröpfcheninfektion, also beispielsweise durch Anniesen oder Anhusten durch einen Erkrankten, Händedruck oder Küsse. Es wird empfohlen, die allgemeinen Hygienemaßnahmen beizubehalten und sich häufig die Hände zu waschen.


Das Schweinegrippe Virus ist zunächst in Mexiko aufgetreten, wovon es sich in die USA und später auf weitere Länder ausgebreitet hatte. Politiker sehen derzeit noch keinen Anlass dafür, um Grenzen zu schließen oder den Flugverkehr von und nach Mexiko zu unterbinden. Fluggäste, die aus betroffenen Gebieten nach Deutschland anreisen, werden jedoch am Flughafen untersucht, Merkzettel werden ausgehändigt.


Mexikoreisenden bzw. Reisenden in betroffene Länder wird geraten, die Medien aufmerksam weiter zu verfolgen, jedoch nicht in Panik zu verfallen.


Für den Fall einer Pandemie sieht sich Deutschland gut gerüstet. Es gäbe einen nationalen Pandemieplan, der die Versorgung mit Arzneimitteln und die ärztliche Behandlung und Isolierung von Kranken gewährleisten würde.

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